Unterwegs auf zwei rädern

Radreisen auf Korsika

Radtourismus ist im Trend, und die korsischen Tourismusexperten sind ganz vorne mit dabei! Planen Sie eine E-Bike-Tour mit einem spezialisierten Anbieter oder gestalten Sie einen Aufenthalt entlang der Etappen der GT20. Die Fahrradprofis der Insel kennen sich bestens aus und bieten maßgeschneiderte Angebote an.

Korsika mit dem Fahrrad entdecken

Stellen Sie sich der Herausforderung der GT20, der Grande Traversée de la Corse (Großen Korsika-Durchquerung) – ein 600 Kilometer langes Radabenteuer mit insgesamt 10.000 Höhenmetern. Die Route, aufgeteilt in zwölf Etappen, führt durch die beeindruckendsten Landschaften der „Insel der Schönheit“.

Ausgangspunkt der Grande Traversée ist Bastia, eine ehemalige genuesische Stadt, die sich an die Berghänge schmiegt und direkt am Meer liegt.
Vergessen Sie nicht, die lokale Spezialität zu probieren: frische Sardinen, gefüllt mit Brocciu. Gestärkt geht es los in Richtung Cap Corse. Der erste Streckenabschnitt ist angenehm zu fahren – keine großen Pässe, nur sanfte Anstiege, die sich durch Fischerdörfer schlängeln. Während Sie in die Pedale treten, sind Sie umgeben vom Rauschen der Wellen und der Duft der Macchia. Kurz vor Centuri wird die Strecke anspruchsvoller. Centuri, ein malerischer Hafen, bekannt für seinen Hummerfang, ist das Ziel der ersten Etappe. Dort angekommen, können Sie in Ruhe entspannen, denn Sie sind am Ziel der ersten Etappe.

Die zweite Etappe führt Sie entlang einer Küstenstraße nach Saint-Florent, einer einstigen römischen Siedlung, die heute ein beliebter Badeort ist. Hinter einer Kurve eröffnet sich Ihnen die traumhafte Bucht von Aliso mit ihrem weißen Sand und kristallklarem Wasser, gefolgt von einer Reihe schwarzer Kieselstrände, die von imposanten Felsvorsprüngen überragt werden. In Saint-Florent angekommen, genießen Sie den Sonnenuntergang bei einem Abendessen in einem der zahlreichen Restaurants des Dorfes.

Dritte Etappe: das berühmte Wüstengebiet Desert der Agriates, einst “die Kornkammer Korsikas” (fruchtbare Gegend, die für den Anbau von Getreide genutzt wurde), heute ein Rückzugsort für die Tier- und Pflanzenwelt. Die Straße ist ruhig und wenig befahren. Während Sie radeln, wechseln sich um Sie herum felsige Hügel, Täler, Wasserläufe und Sümpfe ab. Je weiter Sie ins Landesinnere vordringen, desto karger wird die Landschaft. Einige anspruchsvolle Pässe warten darauf, erklommen zu werden, bevor Sie Belgodère erreichen.

Auf der vierten Etappe geht es durch die „Balkone der Balagne“ – Dörfer, die spektakulär an Berghängen thronen. Weiter führt die Route durch die korsische Weinstraße, eingebettet in eine Landschaft aus Steineichen, Pinien und Kastanienbäumen, bis nach Calenzana – dem Start- oder Endpunkt der berühmten Fernwanderroute GR20.

Die nächsten beiden Etappen, mit einem Zwischenstopp in Galéria, bringen die Oberschenkel zum Brennen, führen Sie jedoch zurück ans Meer und hinein in das Naturschutzgebiet Scandola, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Rund um Sie: das Rot der Felsen, das Blau des Mittelmeers, das Grün der Eukalyptusbäume und eine Abfolge von Kurven mit atemberaubenden Ausblicken. In Porto angekommen, sollten Sie unbedingt eines der Restaurants der Stadt ausprobieren, deren Speisekarten den frischen Fisch des Tages in den Mittelpunkt stellen.

Die siebte Etappe, mit 1.500 Metern Höhenunterschied, wird anstrengend, aber die Belohnung lässt nicht lange auf sich warten: ein kompletter Landschaftswechsel - ein Hochgebirge mit einer grünen und felsigen Weite. Nach einer erholsamen Nacht geht es wieder hinunter in Richtung Corte, durch eine enge, in den Fels gehauene Schlucht – eine der spektakulärsten Straßen der gesamten Strecke, mit atemberaubenden Aussichtspunkten.

Es ist ratsam in Corte Kräfte zu sammeln, denn es folgen mehrere wunderschöne Bergetappen: Zunächst geht es nach Ghisoni, durch atemberaubende und wilde Landschaften aus Felsen und Vegetation, dann weiter nach Zicavo, umgeben von Kiefern und Buchen, und schließlich nach Zonza - dem Ziel der elften Etappe. Über 3.000 Höhenmeter in drei Tagen – eine ziemliche Herausforderung für die Beine, aber ein wahrer Genuss für die Augen, mit einer Fülle von jahrhundertealten Wäldern, authentischen Dörfern und Ausblicken auf die Gipfel der Berge.

Zum Abschluss der Grande Traversée führt Sie eine letzte lange Etappe nach Bonifacio und in den äußersten Süden der Insel, über eine wunderschöne, weiterhin wilde Strecke zwischen Macchia und Granitblöcken. Dort angekommen, wartet auf Sie die Belohnung: Bonifacio, mit seinem Hafen, der Zitadelle und seinen zahlreichen Bars und Restaurants, die Sie nach dieser fast zweiwöchigen Reise von einem Ende Korsikas zum anderen wieder stärken werden

Die zertifizierten Mountainbike-Strecken

Zwei korsische Gebiete wurden von der Fédération Française de VTT (Französische Mountainbike-Vereinigung) zertifiziert: Die Balagne mit 15 Strecken für alle Schwierigkeitsgrade auf 220 km, zwischen Meer, Bergen und malerischen Dörfern, wo Sie sich an den Düften der Macchia berauschen und in den kühlen Wäldern erfrischen können. Die Castagniccia mit der Mountainbike-Strecke Castagniccia Mare è Monti - Costa Verde: Mehr als 100 km herrliche Strecken, die Sie das authentische Korsika erleben lassen.